16.04.2020

Die CDU möchte von der Dinslakener Stadtverwaltung prüfen lassen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen Dinslakener Senioren ihren Führerschein gegen ein kostenloses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr eintauschen können. Der Prüfantrag beruht auf einer Initiative der Senioren Union Dinslaken, die die CDU-Fraktion gerne aufgenommen und in einen Antrag gegossen hat.

Hans-Jürgen Woydich, Vorsitzender der Senioren Union Dinslaken (SU) und sachkundiger Bürger in der CDU-Fraktion, begründet den Antrag.: „Senioren möchten mobil bleiben, deshalb ist es für viele von ihnen unvorstellbar, im Alter aufs Autofahren zu verzichten. Gleichwohl fühlen sich viele ältere Autofahrer nicht mehr so sicher, auch wenn sie keinesfalls zur größten Gruppe der Unfallverursacher gehören. Deshalb soll es vielmehr eine Maßnahme sein, um mehr Menschen in den öffentlichen Nahverkehr zu bringen. Um interessierten Senioren Mobilität auch ohne Auto anzubieten, könnte ihnen die Stadt ein Freifahrtticket zur Verfügung stellen, wenn sie ihren Führerschein freiwillig abgeben. Dieses Fahrticket sollte nicht nur für das Dinslakener Stadtgebiet gelten, sondern weit darüber hinaus für den gesamten VRR-Bereich, ähnlich wie beim Bärenticket. Mit so einem Ticket könnten die Inhaber nach Dortmund oder Grevenbroich fahren, aber auch nach Arnheim oder Venlo. Nach unseren Vorstellungen soll das Ticket für jeweils ein Jahr ausgestellt werden.“

 

Für Heinz Wansing, Vorsitzender der CDU-Fraktion, ist dieser Antrag zukunftsweisend: „Dieser Antrag ist der erste Schritt und der Einstieg in den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Die CDU möchte, dass die Stadtverwaltung bei der Prüfung auch Gespräche bezüglich der Kostenübernahme mit dem Verkehrsverbund Rhein/Ruhr sowie mit dem Kreis Wesel als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs führt. Ebenso ist ein Konzept für uns vorstellbar, dass die Stadtwerke unseren Vorschlag in ein Konzept im Rahmen der Kundenbindung aufnehmen. Bei diesem Vorschlag ist es uns wichtig zu betonen, dass die Abgabe der Fahrerlaubnis immer freiwillig zu erfolgen hat. Keinesfalls sind die Menschen zu nötigen, ihren Führerschein abzugeben.“


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Infobrief von Marie-Luise Dött (MdB)

Ausgabe "Schwarz auf Weiss" von Sabine Weiss aus Berlin