10.09.2019

Die CDU-Fraktion unterstützt ausdrücklich die Bürgeranträge „Sicherer Hafen Dinslaken“ und wird dem Ansinnen der Anträge im Rat zustimmen. Untere anderem hat der Dinslakener Flüchtlingsrat beantragt, dass der Bürgermeister beauftragt wird, der Bundesregierung und der Landesregierung mitzuteilen, dass die Stadt Dinslaken bereit ist, zusätzlich zu den gemäß Königssteiner Schlüssel zugeteilten Flüchtlingen bis zu 50 Flüchtlinge aufzunehmen, die in Seenot geraten und aus ihr gerettet worden sind. Darüber hinaus soll die Verwaltung beauftragt werden, eine Klärung über die möglichen Kosten herbeizuführen und die Voraussetzungen zu schaffen, um bei Bedarf kurzfristig die notwendigen Kapazitäten zur Aufnahme dieser Flüchtlinge bereitstellen zu können.


Heinz Wansing, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten im Dinslakener Stadtrat, begründet die Zustimmung wie folgt: „Christliche Werte sind in der CDU, wie unser C im Parteiname schon sagt, tief verankert. Sie bilden Grundlage und Orientierung für unsere politischen Entscheidungen. Die Bilder von in seenotgeratenen Menschen der vergangenen Monate, die uns in Deutschland erreicht haben, waren schockierend und stimmten nachdenklich. Menschen, die in Seenot geraten sind, mussten Unmenschlichkeiten ausgelöst durch andere Menschen ertragen. Natürlich ist es einfach auf eine große europäische Lösung zu hoffen und auf die Salvinis und Orbans dieser Welt zu zeigen. Jedoch hilft das den in notgeratenen Menschen nicht weiter und nimmt uns selbst aus der Verantwortung. Dinslaken kann die Probleme dieser Welt nicht allein lösen, aber sie kann einen kleinen Teil dazu beitragen.“
Fabian Schneider, Pressesprecher der CDU-Fraktion, ergänzt: „Dass die Stadt Dinslaken in der Lage ist Flüchtlinge aufzunehmen, hat sie in den letzten Jahren bewiesen. Es musste keine Turnhalle, keine Schule oder sonstige Einrichtungen geschlossen werden, um Flüchtlingen in Dinslaken Platz zu bieten. Dinslaken hat mit der Fliehburg gute Voraussetzungen und auch freie Kapazitäten, um in Seenot geratene Menschen aufzunehmen. Unser Dank gilt allen Akteuren, die sich haupt- wie ehrenamtlich seit Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Nur durch dieses Engagement ist es uns im Dinslaken möglich gewesen reibungslos und erfolgreich für die Menschen zu arbeiten. Auch das spricht für eine zusätzliche Aufnahme von geflüchteten Menschen. Die CDU möchte mit der Unterstützung auch Flagge gegen Rechtspopulismus, Ausländerfeindlichkeit und Hass zeigen. In einer Welt mit immer lauterwerdenden Hassparolen und Aggressionen ist es wichtig Haltung zu bewahren und Werte zu leben.“


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Ausgabe "Schwarz auf Weiss" von Sabine Weiss aus Berlin