31.05.2019

Bereits 2018 haben CDU Dinslaken und Junge Union Dinslaken (JU) einen Antrag mit dem Titel „Gründerfreundliches Dinslaken – mit Startups in die Zukunft“ in den Dinslakener Rat eingebracht. Der Antrag wurde vom Rat angenommen und die Verwaltung somit beauftragt, ein umfassendes Förderkonzept für die Ansiedlung und Unterstützung von Startup- und Gründerunternehmen zu entwickeln. In der letzten Ratssitzung legte die Verwaltung ihre Ideen vor, die CDU und JU begrüßen. Zu der Stellungnahme der Verwaltung hat die CDU-Fraktion nun zwei Ergänzungsanträge eingebracht, die im nächsten Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung beraten und in der nächsten Ratssitzung beschlossen werden sollen. Der erste Antrag beschäftigt sich mit der Einführung eines Gründerpreises für Unternehmensgründungen und eines Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler. Der zweite Antrag verlangt eine gemeinsame Internetplattform, auf der alle Informationen für Startups und Gründer aufgeführt werden.

 

Fabian Schneider, Pressesprecher der CDU-Fraktion und Mitglied im Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung, erklärt den Antrag zur Einführung eines Gründerpreises für Unternehmensgründungen:

Mit dem Gründerpreis für Unternehmensgründungen soll der Gründergeist innerhalb von Dinslaken angeregt werden. Er soll ein Türöffner für Gründer sein, die auf dem Weg zur Selbstständigkeit sind oder sich vor kurzer Zeit erst selbstständig gemacht haben. Prämiert werden können nur beabsichtigte Firmengründungen oder Firmengründungen, die nicht länger als sechs Monate alt sind. Die Prämierung wird nur ausgezahlt, wenn die Firmengründung nachgewiesen ist und der Firmensitz in Dinslaken ist. Die Bewerbung für den Gründerpreis soll eine ausführliche Ideenskizze für das geplante Geschäftsmodell sowie einen Businessplan aufweisen (fachliches und kaufmännisches Konzept, geplantes Geschäftsmodell, Finanzplanung, Einschätzung des Zielmarktes, Marketing und Vertriebsstruktur, Zeitplan der Unternehmensgründung usw.). Das Preisgeld soll in folgenden Stufen aufgeteilt sein: 1. Platz: 5000€; 2. Platz: 2000€; 3. Platz: 1000€. Die Stadtverwaltung soll einen Vorschlag zur Juryzusammensetzung erarbeiten. Wir halten es für wichtig, dass ein Vertreter der IHK, der Wirtschaftsförderung und der Bürgermeister in der Jury vertreten sind. Darüber hinaus sollte die Verwaltung prüfen, ob seitens der umliegenden Universitäten eine Beteiligung in der Jury erfolgen kann. Zur Finanzierung der Preisgelder erhoffen wir uns, dass die Stadtverwaltung erfolgreich Gespräche mit Sponsoren führt. Der Preis soll jährlich verliehen bis einschließlich 2025 verliehen und dann evaluiert werden.“

Phil Brüggemann, Vorsitzender der Jungen Union Dinslaken und sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion, fordert die Einführung eines weiteren Gründerpreises:

„JU und CDU möchten mit der Ausrichtung eines Gründerpreises für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, dass Schülerinnen und Schüler für Gründungen begeistert werden und sie in diesem Wettbewerb um die beste Idee streiten lassen. Bei diesem Preis stehen vor allem die Geschäftsidee, ihre Konzeptionierung und die mögliche Realisierung im Vordergrund. Eine Umsetzung der Idee ist nicht erforderlich. Das Preisgeld soll in den Stufen: 1. Platz: 500€; 2. Platz: 200€; 3. Platz: 100€, aufgeteilt werden. Die Jury soll sich wie beim Gründerpreis für Unternehmen zusammensetzen. Zusätzlich kann das Kinder- und Jugendparlament in die Jury mit aufgenommen werden.“

Mit einem zweiten Antrag möchten CDU und JU die Verwaltung beauftragen, eine Internetplattform zu schaffen, auf der alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner für den Bereich Startups und Unternehmensgründungen zu finden sind. Die Plattform soll nicht nur die Ansprechpartner der Verwaltung aufzeigen, sondern alle Stellen, die hilfreich bei der Unternehmensgründung sein können.

Phil Brüggemann begründet den Antrag wie folgt: „Die Schaffung einer übersichtlichen Internetplattform zum Thema Unternehmensgründung und Startups soll potenziellen Gründern eine Orientierungshilfe bieten. Es sollen nicht nur die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung aufgezeigt werden, sondern auch alle externen Partner, die Unternehmensgründungen fördern und Gründern beratend zur Seite stehen. Beispielhaft sind hier zu nennen: der Kreis Wesel, die Stiftung Ledigenheim (Coworking Places), die IHK, das IDE – Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung an der Universität Duisburg-Essen usw.“


Ausgabe "Schwarz auf Weiss" von Sabine Weiss aus Berlin