05.11.2018

Verärgert nahm die CDU-Fraktion in der letzten Woche die Werbeplakate der diesjährigen Martinikirmes zu Kenntnis. Auf den neuen Plakatentwürfen fehlt seit diesem Jahr jeglicher Bezug zum Heiligen Martin.

Fabian Schneider, Pressesprecher er CDU-Fraktion: „Es wurde dringend Zeit, dass die Plakate und damit die Werbung für unsere Martinikirmes überarbeitet und neugestaltet wurden. Aber dass nun ausgerechnet der Heilige Martin auf den Plakaten nicht mehr zu sehen ist, ist absurd, da es sich um eine Martinikirmes handelt. Auf der Homepage der Stadt Dinslaken heißt es: Die Dinslakener Martinikirmes und der Martinimarkt sind seit Jahrhunderten ein ausgeübter Brauch. Schon im 15. Jahrhundert berichten Archivaufzeichnungen von einem Jahrmarkt, der vor der Martinsmesse abgehalten wurde. Seit dem Jahr 1819 gab es dann offiziell den alljährlichen Martinimarkt. Der Ursprung unsere Martinikirmes liegt, wie der Name schon sagt, in dem christlichen Fest St. Martin und wird um den Martinstag, 11.11., ausgerichtet. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass christliche Feste nicht ausgehöhlt werden und die Wurzeln unserer Tradition weiter gepflegt werden. Das ist eine Entwicklung, die mich sehr beunruhigt. Aus dem Martinsfest wird ein Laternenfest, aus Weihnachten wird ein Winterfest. Wir dürfen unsere christlichen Wurzeln und Feste nicht vergessen.“

Heinz Wansing, Fraktionsvorsitzender der CDU, betont: „Die Botschaft, die vom Heiligen Martin und dem Martinsfest seit jeher ausgeht, hat auch heute noch eine große Bedeutung. Es ist unsere gesellschaftliche und politische Aufgabe, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, mit Menschen zu teilen, die bedürftig sind. Es ist bedauerlich, dass die Verbindung zwischen dem Heiligen Martin und unserer Martinikirmes fast nicht mehr erkennbar ist. Man muss sich die Frage stellen, wie ernst es Bürgermeister Dr. Heidinger eigentlich mit der Bewahrung von Traditionen meint. Setzt er sich doch massiv für eine neue Bergmannskirmes ein, um die Traditionen der Bergleute zu wahren, ist ihm die Wahrung christlicher Traditionen scheinbar nicht so wichtig. Oder ist das Engagement für die Installierung einer neuen Bergmannskirmes rein politischer Wahlkampf, um das sozialdemokratisch geprägte Bergarbeitermilieu hinter sich zu wissen?“


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Ausgabe "Schwarz auf Weiss" von Sabine Weiss aus Berlin